Glossar

Abstract

"Ein Abstract ist eine kurze inhaltliche Zusammenfassung, ein Destiallat der Ergebnisse des ganzen Projektes von einer halben Seite, d.h. von nicht mehr als ca. 100 bis 150 Wörtern." (Kunz, 2004, S. 74).

 

Beobachtung

"Beobachtung als wissenschaftliche Methode meint also die geplante, gezielte und systematische Wahrnehmung eines bestimmten Wirklichkeitsbereichs, mit dem Ziel einer genauen und objektiven Erfassung." (Bründler, 2004, S. 31).

 

Brainstorming

"Brainstorming – frei übersetzt einen Sturm im Gehirn auslösen – können Sie alleine betreiben (schriftlich oder mit Hilfe von Zeichnungen usw.). Erfolgreicher aber ist Brainstorming normalerweise in einer Gruppe.

Brainstorming in der Gruppe:
Während einer bestimmten, nicht allzu langen Zeit tragen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum gestellten Thema ihre Ideen bei. Die Ideen werden auf irgendeine Art schriftlich festgehalten (Wandtafel, Pinwand).

Regeln:

1. Alle Beiträge sind erwünscht, alle Ideen sind erlaubt. [...]

2. Jegliche Kritik an gemachten Äusserungen ist verboten. [...]

Nachbearbeitung:
Erst in der Nachbereitung werden die einzelnen Beiträge diskutiert, gewertet, sortiert, verworfen oder zur Weiterbearbeitung empfohlen." (Wottreng, 2001, S. 119)

 

Daten

"Naturwissenschaftliche Methoden sind z.B. Beobachtungen, Befragungen, Interview, Experiment, Test. Diese liefern Daten und Fakten über bestimmte beobachtbare Wirklichkeitsbereiche, die analysiert und systematisiert Erklärungen zu bestimmten Phänomenen bieten können." (Bründler, 2004, S. 30).

 

Experiment

"Beim Experiment wird im Gegensatz zur Beobachtung das Verhalten in kontrollierten Situationen, die absichtlich und planmässig herbeigeführt werden, erforscht." (Bründler, 2004, S. 32).

 

Exzerpt

"Exzerpte sind also Textauszüge aus Büchern, Artikeln, Internetveröffentlichungen, die wichtige Informationen und Zitate enthalten. Es sind schriftliche Auszeichnungen, die sich ganz nahe an den Text halten. Voraussetzung ist: Der Inhalt des Textes muss verstanden werden, damit wichtige Aussagen und Gedankengänge von Unwichtigkeiten unterschieden und für das eigene Thema fruchtbar gemacht werden können." (Kunz, 2004, S. 59).

 

falsifizieren

"Eine […] Hypothese wird durch die Untersuchung entweder bestätigt (verifiziert) oder nicht bestätigt (falsifiziert)." (Bründler, 2004, S. 36).

 

Fragebogen

"Die Befragung kann schriftlich (mittels Fragebogen) oder mündlich (normalerweise mittels Interview) erfolgen. Wenn viele Personen gleichzeitig mittels vorgegebener Fragen befragt werden, spricht man von einer Umfrage." (Bründler, 2004, S. 32).

 

Hypothese

"Eine Hypothese beschreibt die Erwartung der Untersuchenden über den Ausgang ihrer Untersuchung. Diese Hypothese wird durch die Untersuchung entweder bestätigt (verifiziert) oder nicht bestätigt (falsifiziert)." (Bründler, 2004, S. 36).

 

Interview

"Befragungen können mit so genannten Leitfrageninterviews durchgeführt werden. Sie werden vor allem eingesetzt, wenn nicht quantitative, sondern qualitative Aussagen gesucht werden, d.h., wenn sich der Forscher vertieft mit den Auffassungen einer ganz bestimmten Gruppe oder Person auseinander setzen will. Der Forscher entwirft keinen strukturierten Fragebogen, sondern nur einen Leitfaden mit Hypothesen zur Untersuchung. Diesem Leitfaden muss er im Interview sich strikt folgen; er dient eher als Stütze während des Gesprächs.
Eine weitere Methode der Befragung bildet das Experteninterview. Expertinnen sind Personen, die besonders geeignet scheinen, den Forscher über das Untersuchungsgebiet zu informieren. Es werden Experten zu Hilfe genommen, die aufgrund ihrer beruflichen oder sozialen Stellung bereit und in der Lage sind, inhaltlich korrekte Informationen zu liefern." (Bründler, 2004, S. 32).

 

Leitfrage

"Eine […] Leitfrage ist eine zentrale Fragestellung zu Beginn der Projektentwicklung. Die Antwort, d.h. die Ergebnisse aus der theoretischen Analyse und praktischen Untersuchung auf diese Leitfrage, ergibt den roten Faden." (Kunz, 2004, S. 47).

 

Methoden

Ihnen stehen verschiedene Methoden "für die Untersuchung zur Verfügung: vergleichende Argumentation, Analysen (vergleichende oder statistische Analyse) und/oder Beobachtungen (Natur-, Tier-, Personen-, Veränderungsprozesse) und/oder Experimente (physikalische, chemische Experimente in Labors usw.) und/oder Fallstudien, Gestatlungsarbeiten (Kunstwerke, Theater, Videos, Broschüren usw.), Interviews (mündlich) und/oder Messungen (Temperatur…) und/oder Umfragen (schriftlich) und/oder Oral History usw." (Kunz, 2004, S. 149).

 

Objektivität

"Das dritte wissenschaftliche Kriterium ist die Objektivität oder Unabhängigkeit. Die Ergebnisse von psychologischen Untersuchungen müssen unabhängig von den Untersuchenden sein. In der Regel sind Beobachtungen von Laien subjektiv und nicht objektiv, denn die verschiedenen Beobachter kommen beim gleichen Sachverhalt zu verschiedenen Ergebnissen. Eine objektive Untersuchung liegt dagegen dann vor, wenn dieselbe Messung, von unterschiedlichen Personen durchgeführt, dasselbe Resultat ergibt." (Bründler, 2004, S. 34).

 

Population

"Das ist die Gruppe aller Personen, für die man aufgrund einer Untersuchung eine Aussage machen will, z.B. Lehrpersonen ländlicher Gemeinden, Bewohner von Altersheimen usw." (Bründler, 2004, S. 34).

 

Qualitativ und quantitativ

Von besonderer Bedeutung für die gesamte Statistik ist die Unterscheidung der sachlichen Merkmale in

Die Unterscheidung ist deshalb so wichtig, weil die quantitativen Merkmale den quantitativen Methoden der Statistik erheblich besser zugängig sind als die qualitativen Merkmale. Denn:

(Urban, 1992, S. 8-9).

 

Quelle

"Unter Quelle wird im Zusammenhang mit Projektarbeiten und wissenschaftlichem Arbeiten alles verstanden, was Grundlage für eine thematische Aussage oder Erklärung ist. Es können schriftliche oder mündliche Informationen von Menschen, Infos aus Konserven (Tonbandaufnahmen, Filme usw.), oder Prototypen usw. sein. Im Zentrum der Quellensuche steht in allen Fachdisziplinen Literatur von anderen Personen. Dies können veröffentlichte und unveröffentlichte Bücher, Internetbeiträge, Literatur von anderen Personen, Experten und Expertinnen oder Forscherinnen und Forscher sein. Es können auch veröffentlichte/unveröffentlichte, alltägliche/wissenschaftliche oder umfassende Abhandlungen oder Flugblätter, Merkblätter, Broschüren oder Kataloge sein." (Kunz, 2004, S. 55).

 

Reliabilität

"Das erste Prinzip methodischen Vorgehens ist die Reliabilität oder Zuverlässigkeit. Sie fordert genaue und zuverlässige Beobachtungs- und Messmethoden und besagt, dass man eine Messung unter denselben Bedingungen beliebig oft wiederholen kann und dass dabei das Resultat immer gleich bleibt." (Bründler, 2004, S. 34).

 

Test

"Es werden grundsätzlich zwei Arten von Testverfahren unterschieden: der projektive Test, der psychometrische Test.
Bei den projektiven Tests wir die Testperson – auch Proband oder Probandin genannt – mit einem bestimmten Bildmaterial konfrontiert und aufgefordert, ihre Empfindungen, Gedanken und Einfälle zu äussern. […] Die Antworten der Probanden erfolgen nicht zufällig, vielmehr «projizieren» die Testpersonen einen Teil ihrer Persönlichkeit in die Vorlage hinein, oft seelische Vorgänge, die ihnen selbst unbewusst sind.

Bei psychometrischen Tests handelt es sich im Wesentlichen um Intelligenztests und Leistungstests." (Bründler, 2004, S. 33).

 

These

"Thesen sind Behauptungen, mögliche Annahmen von Ergebnissen, Erklärungsversuche zu Beobachtungen, zu Experimenten oder zu Ereignissen. […] Thesen erlauben immer verschiedene Meinungen und Stellungnahmen. Sie sind dazu da, um Fragestellungen mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten." (Kunz, 2004, S. 47-48).

 

Validität

"Ein weiteres wissenschaftliches Prinzip ist die Validität oder Gültigkeit. Sie besagt, dass eine Erhebung tatsächlich das untersucht, was untersucht werden soll. Geht es z.B. um das Sprachvermögen, muss der Forscher tatsächlich dieses untersuchen und nicht etwa das logische Denken." (Bründler, 2004, S. 34).

 

verifizieren

"Eine […] Hypothese wird durch die Untersuchung entweder bestätigt (verifiziert) oder nicht bestätigt (falsifiziert)." (Bründler, 2004, S. 36).

 

Zusammenfassung

"Zusammenfassungen sind geraffte Gedankengänge. Sie erleichtern Projektschaffenden erstens die Übersicht über ein Thema während er Erstellung des theoretischen Fundamentes und zweitens der Leserschaft das Nachvollziehen des Denkprozesses.

In Projekten gibt es zwei Arten von Zusammenfassungen:

1. Zusammenfassung von Texten von Autoren/-innen: Solche Resumées sind im Gegensatz zu Zitaten und Exzerpten in eigenen Worten wiedergegebene Kerngedanken eines Textes oder eines Buches. Solche Textauszüge beginnen oft: «Die Autorin hält fest, dass… Das Autorenteam vertritt die Position… Nach Meinung der Autorenschaft bedeutet dies…» Auf diese Weise wird die Urheberschaft von Ideen respektiert. Dadurch werden einige Gedanken von den Übernommenen fein säuberlich getrennt!

2. Zusammenfassung in Projektbereichen am Schluss eines Kapitel: Es gibt auch die Möglichkeit, eigene Gedanken am Schluss eines Kapitels in wenigen Sätzen zusammenzufassen. Dies ist ein Dienst an der Leserschaft. Denn durch das zusammenfassende Lesen bleiben Gedankengänge besser haften." (Kunz, 2004, S. 60).